Während andere noch dem Oktoberfest hinterhertrauern, freue ich mich schon auf das nächste Volksfest in München: Die Auer Dult.
Sie findet dreimal im Jahr auf dem Mariahilfplatz im Münchner Stadtteil
Au statt, und hat jedes Mal einen anderen Namenszusatz. Die Mai Dult
findet im Frühjahr statt, die Jakobi Dult im Sommer und aktuell ist es
die Kirchweih Dult. Doch was ist eigentlich eine Dult und warum mag ich
sie so gerne? von Anita
Der Begriff Dult wird vor allem im bayerischen Sprachraum verwendet,
kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet Kirchenfest. Die Auer
Dult gibt es schon viel länger als die Wiesn – bereits Anfang des 14.
Jahrhunderts findet sich ein Eintrag im Satzungsbuch der Stadt München.
Doch den Namen Auer Dult erhielt das Fest erst Ende des 18.
Jahrhunderts: Kurfürst Karl Theodor verlieh der damaligen Vorstadt Au –
übrigens auch heute noch ein sehr schöner und gemütlicher Stadtteil in
München – das Recht, zweimal im Jahr einen Jahrmarkt abzuhalten. Nach
mehreren Platzwechseln und mit kurzen Unterbrechungen während des
Zweiten Weltkriegs findet die Dult nun seit 1905 dreimal im Jahr auf dem
Mariahilfplatz statt.
Neben ein paar Fahrgeschäften und Essensständen könnt Ihr auf dem
Volksfest vor allem Handgemachtes und Trödel, Secondhandkleidung,
antiquarische Bücher, altes Silber, Haushaltswaren und Gewürze erwerben.
Die Auer Dult ist nie überfüllt, denn zum Glück ist sie nicht so ein
großer Touristenmagnet wie die Wiesn. Und so kann man hier in Ruhe
zusammen mit Familien, jungen und alten Münchnern schlendern, eine
„Ausgzogne“, Schupfnudeln oder Bratwurstsemmel essen und herumstöbern.
Nicht so chic oder gar „in“ wie die Wiesn, aber unglaublich gemütlich. Habt
Ihr auch so ein ganz traditionelles Volksfest bei Euch? Oder seid Ihr
schon einmal auf der Auer oder einer anderen Dult gewesen?
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